Nett sein oder wirksam sein?

Wer mit einem Kollegen netzwerkt, den sie eigentlich unsympathisch findet, fühlt sich schnell unaufrichtig. Systemtheoretisch löst sich das Unbehagen auf, denn die Organisation begegnet uns als Personen in Rollen. Bei Frauen schaut sie dabei auffallend oft auf die Person und übersieht die Rolle.
Wo sich Einfluss ablagert

Wer ohne Weisungsbefugnis führt, arbeitet mit Beziehungen, Kommunikation und Ruf. Ob daraus Einfluss wird, zeigt sich selten sofort. Über eine Form von Führung, die sich langsam in den Strukturen ablagert, und über die Falle, in der sie ebenso leicht verschwindet.
Systemisch denken, strategisch nerven

Dein Argument war gut, alle haben zugestimmt, und passiert ist nichts. Über drei Stellen im System, an denen Interventionen tatsächlich wirken – und über Interventionen, die sich schwer abwehren lassen, weil sie freundlich sind.
Stabile Systeme, leise Verschiebungen

Das Verfahren war lückenlos dokumentiert, die Kommission divers besetzt, die Gleichstellungsbeauftragte hat unterschrieben. Berufen wurde, wer ohnehin vorgesehen war. Über ein Organisationsprinzip, das Systeme arbeitsfähig hält und Gleichstellung ausbremst.
Einfluss ohne Legitimation

Frauen in Führung haben selten zu wenig Einfluss. Sie haben zu wenig legitimierte Entscheidungsmacht. Über ein Paradox, das sich nicht durch mehr Sichtbarkeit auflösen lässt.